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JAMES-BOND-FOTOGRAFIE
Das ultimative Model vor der angesagtesten Kulisse. Das Erfolgsmodell für die Bildproduktion ist so sicher, dass es den offenen Blick behindert. Darauf ist die Fotografie aber nicht beschränkt.
MANIPULATION
Fotografie ist Manipulation. Es kommt darauf an, warum, wie und in welchem Kontext manipuliert wird.
Wenn ein Fotograf behauptet, im Abbildungsvorgang unschuldig zu bleiben, weil er sich jede Manipulation verbietet, so scheint dies eine moralische Haltung zu sein. Das ist aber ein Missverständnis.
IKONEN
Unser Blick hat eine unstillbare Sehnsucht nach Ikonen. Das muss man wissen, wenn man Bilder macht. Visuelle Intelligenz heißt nichts anderes, als Ikonen zu finden. Natürlich gibt es auch dafür erfolgreiche Muster. Aber darauf sollte man sich nicht verlassen (siehe James-Bond-Fotografie).
ZUFALL
Wer fotografiert hat nie die Kontrolle über jedes Bildatom. Auch Kontrollfreaks (sollten) wissen, dass der Zufall eine wichtige Rolle spielt. Das zu akzeptieren ist eher eine moralische Haltung, als die vordergründige Authentizitätsbehauptung (siehe Manipulation).
Ich fotografiere, weil ich im Schöpfungsprozess mitspielen und nicht weil ich alles bestimmen will. Sonst würde ich nichts mehr lernen.
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TECHNISCHE QUALITÄT
Heute sind Abbildungsleistungen möglich, die weit oberhalb der üblichen Anforderungen liegen. Die fragwürdige Konkurrenz von analoger und digitaler Fotografie hat die Fixierung auf den technischen Aspekt noch verstärkt. Abbildungsqualität sollte ganz nüchtern an dem Zweck orientiert sein und ist meist eher eine Zeit- und Budgetfrage, als eine der fotografischen Qualität.
DAS UNSICHTBARE
Es gibt visuelle Themen auf die wir fixiert sind und es gibt Themen, für die es kaum Bilder zu geben scheint. Diese Bilder zu finden ist die Herausforderung.
KONTRAKT
Zwischen Fotograf und Modell gibt es immer irgendeine Form des Kontrakts. Diese Vereinbarung kann sehr unterschiedlich sein (Papparrazi-Fotografie, Auftragsportrait oder Landschaftsfotografie ...). Es ist wichtig, dass der Fotograf die jeweilige Vereinbarung deutlich sieht.
AUFMERKSAMKEIT
Bilder sollten nicht nur im Kampf um die immer geringer werdende Ressource Aufmerksamkeit antreten. Wer sich um Aufmerksamkeit bemüht, sollte auch etwas zu sagen und etwas geben wollen.
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